Mein Recht auf eine geregelte Arbeitszeit

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Die Arbeitszeit soll noch flexibler werden. Das fordern Teile der Wirtschaft. Das steht auch im Regierungsprogramm. Dabei gibt es schon jetzt unzählige Möglichkeiten, Arbeitszeit an die Bedürfnisse des Unternehmens anzupassen. Beschäftigte sind oft bereit, Mehrleistungen auf sich zu nehmen – und zwar in allen gängigen Arbeitszeitmodellen. Schon jetzt heißt das für viele: Arbeiten am Limit. Das scheint nicht genug zu sein. Was steckt in Wahrheit hinter dem Wunsch, Arbeitszeit anders zu regeln? Mehr Arbeit für weniger Geld.

Wir kennen die Forderungen der Wirtschaft nur zu gut ..

  • Länger Arbeiten auf Abruf, auch ganz kurzfristig, und das …
  • 12 Stunden pro Tag … 
  • 60 Stunden die Woche …
  • längere Durchrechnungsmöglichkeiten von Arbeitszeiten

Dafür gibt es … 

  • keine oder seltener Zuschläge für Mehr- oder Überstunden
  • Die angesparte Zeit kann man sich irgendwann nehmen – wenn es dem Unternehmen passt. Nicht dann, wenn man sich erschöpft fühlt. Oder einmal mehr Zeit bräuchte für die Familie, Fortbildung oder private Projekte.

Was plant die Regierung in Sachen Arbeitszeit?

Laut Regierungsprogramm soll es „flexiblere“ Arbeitszeiten geben. Konkret lässt sich zum Beispiel Folgendes herauslesen:

  • Sonderüberstunden können leichter angeordnet werden – Überstundenmarathons sind somit generell möglich.

  • 12 Stunden Gleitzeit täglich – das soll künftig möglich sein.

  • Die täglichen Ruhezeiten im Tourismus sollen noch weiter verkürzt werden.

  • Mehr Druck im Betrieb: Außerdem sollen Arbeitszeitfragen zunehmend in Betrieben selbst geregelt werden. Klingt im ersten Moment gut, kann aber zur Keule gegen die Belegschaft werden. Denn wenn sie nicht spurt und alles schluckt, kann der Betrieb mit Stellenabbau drohen.

Was könnte noch drohen? 

  • Laut Regierungsprogramm sollen die Melde-, Übermittlungs- und Auskunftspflichten an die Arbeitsinspektorate reduziert werden. Das könnte bedeuten: Weniger Schutz vor Arbeitszeitverletzungen. Betriebe müssten dann kaum mehr Konsequenzen fürchten, wenn sie Arbeitszeitregelungen verletzen

  • Weniger Strafen für schwarze Schafe: Unklar ist auch, ob Unternehmen künftig nur mehr milde Strafen drohen, wenn sie Schutzbestimmungen missachten – und was das für die Einhaltung der Arbeitszeitgesetze bedeutet.


Was hätte das für Konsequenzen

  • Es wird noch schwerer, dem Arbeitsdruck standzuhalten. Die Gesundheit bleibt irgendwann auf der Strecke, die Chancen, bis zur Pension arbeiten zu können, schwinden. Zahlreiche Studien belegen, dass 12-Stunden-Arbeitstage der Gesundheit auf Dauer schaden. Mehr ...  

  • Die Gefahr von Unfällen nimmt zu. Sie steigt ab der 8. Arbeitsstunde. Übermüdete ArbeitnehmerInnen sind ein Risiko für sich und andere. Wer nach 12 Stunden nach Hause fährt, hat wegen Müdigkeit ein doppelt so hohes Unfallrisiko wie nach 8 Stunden. Mehr ...

  • Keine planbaren längeren Freizeitblöcke zur Erholung, wie sie z.B. Pflegekräfte haben.

  • Große Probleme, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Vor allem Mütter mit kleineren Kindern und Alleinerziehende haben es damit noch schwerer, eine Vollzeitstelle anzunehmen oder nach der Karenz überhaupt wieder Arbeit zu finden. 

  • Auch Pendlerinnen und Pendler hätten massive Probleme – zum einen, weil die Öffi-Verbindungen zu Randzeiten schlechter werden, zum anderen, weil die Arbeitstage überlang wären.  

  • Für Fortbildung bleibt keine Zeit mehr bzw. fehlt die Planbarkeit. Ein großer Nachteil, wenn man beruflich am Ball bleiben will.

  • Auch ehrenamtliches Engagement bleibt auf der Strecke, private Beziehungen müssen auf Sparflamme kochen. Der soziale Kitt der Gesellschaft bröckelt.

  • Nein sagen wird bei völlig ungeregelten Arbeitszeiten praktisch unmöglich. 
Was unsere Mitglieder wollen...

ganz bestimmt keine generellen 12-Stunden-Tage. Das zeigt auch eine Umfrage, bei der letztes Jahr 16.000 Menschen mitgemacht haben. Mehr ...  


Was wir fordern:

  • gesunde Vollzeitarbeit statt ungesunde Überstunden-Marathons ohne Zuschläge.

  • Volle Bezahlung von Mehr- und Überstunden mit Zuschlägen

  • Für Teilzeitbeschäftigte: Erhöhung des Mehrarbeitszuschlages auf 50% und diesen ab der ersten Stunde. 

  • Echte Mitbestimmung bei der Arbeitszeitgestaltung

  • Zeit für berufliche Weiterbildung, um vor lauter Arbeit nicht den Anschluss an aktuelle Entwicklungen zu verlieren, und zwar in Form einer bezahlten Weiterbildungswoche mit Rechtsanspruch. 

  • Überstunden-Euro: Pro geleisteter Überstunde soll ein Euro vom Arbeitgeber in einen Präventionstopf gezahlt werden. Damit ließen sich zum Beispiel Maßnahmen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung oder Präventionsprojekte finanzieren.

  • Arbeitszeitverkürzung, um den gestiegenen Druck in der Arbeit besser zu verkraften – etwa in Form einer 6. Urlaubswoche nach 25 Jahren oder einer Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit.

Was ist Ihre Meinung? 

Was ist Ihre Erfahrung in Sachen Arbeitszeit? Sind Sie mit Ihrem Arbeitszeitmodell zufrieden? Was würden Sie sich wünschen – und wie schaut es in Praxis aus? Sagen Sie uns, was Sie von der Politik erwarten und was wir für Sie tun können!

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Ihr Kommentar

57 Kommentare
  1. Max 19.05.2018 19:21:18
    Falsche Vorstellungen

    Hier wird wieder mal vom Schlimmsten ausgegangen, obwohl es den 12 Stunden noch gar nicht gibt. Erstens ist bei der Flexibilisierung der Arbeitszeit keine Rede davon, dass ab Einführung von Montag bis Freitag 12 Stunden (also 60 Stunden die Woche) gearbeitet werden muss, sondern nur bei entsprechender Auftragslage, Lieferengpässen die Möglichkeit bestehen soll, während dieser Phasen länger arbeiten zu dürfen und bei wenig Arbeit dafür dann früher nach Hause zu gehen, bzw. ein verlängertes Wochenende zu machen. Es ist eine Frechheit, dass hier aus einer Mücke gleich ein Elefant gemacht ohne sich dabei vorher genau darüber zu informieren. Zumal es viele Leute gibt, die sich eine Anhebung der maximal erlaubten Arbeitszeit wünschen, um ihre Arbeit fertigstellen zu können und bei wenig Arbeit zuhause bleiben zu können.

    Antworten
  2. Helmut Ortbauer 14.05.2018 19:31:08
    Abfertigung ALT

    Es ist an der Zeit die Abfertigung für alle Arbeitnehmer gleichzustellen.
    Daher fordere ich schon seit Jahren, eine Übertragung der alten Abfertigungsansprüche verteilt auf 5 Jahre ins neue System zu übertragen.
    Somit haben auch ältere Arbeitnehmer, die Möglichkeit sich beruflich zu verbessern.

    Antworten
  3. Eva Nagy-Kelemen 06.05.2018 21:24:24
    Arbeitszeit neu

    Wenn die junge Leute 12 Std pro Tag, 60 Std pro Woche arbeiten sollen, wie soll eine neue Generation auf die Welt kommen und aufwachsen?

    Antworten
  4. Rainer Norbert 06.05.2018 21:23:39
    Ihre Nachricht, 12 Stunden Tag

    Sehr geehrte Damen und Herren! Bitte weiter einsetzen. Die Arbeitswelt wird immer
    härter, soziale Erungenschaften immer mehr angebaut.
    Den 12 Stunden Tag finde ich entsetzlich. Ich fürchte mich sehr davor, habe ich doch auch noch fast 4 Stunden zu pendeln zur Arbeit hin und retour gesamt.
    Die Lebensqualität sinkt immer mehr. Pyschische Probleme werden stark zunehmen. Mit freundlichen Grüßen Norbert Rainer

    Antworten
  5. Axel Magnus 04.05.2018 11:10:52
    Arbeitszeitverkürzung statt Arbeitszeitflexibilisierung

    In Anbetracht des massiven technologischen Fortschritts, der boomenden Profite der Konzerne, des konitnuierlich ansteigenden Arbeitsdrucks und der hohen Arbeitslosigkeit ist es nach über 40 Jahren endlich Zeit für eine Verkürzung der gesetzlichen Arbeitszeit auf 3 Ebenen:
    * Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 30 Stunden bei vollem Lohn- und Personalausgleich, so dass ein Freizeitblock von 3 Tagen entsteht, in dem echte Erholung möglich ist (4-Tage-Woche)
    * Verkürzung der jährlichen Arbeitszeit: 6. Urlaubswoche für alle
    * Verkürzung der Lebensarbeitszeit: Senkung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters auf 60 Jahre

    Wer dem jetzt entgegenhält, dass das nicht finanzierbar ist, der/die möge sich die realen Steuersätze der Großkonzerne ansehen und diese mit seinen eigenen vergleichen. Wenn diese Unternehmen prozentuell gleich viel von ihrem Gewinn versteuern würden, wie wir arbeitenden Menschen an Einkommenssteuer zahlen, dann wäre noch ... weiterlesen

    Antworten
  6. Erwin Bernhart 01.05.2018 15:02:57
    Arbeitszeiten

    Es geht hier der Regierung sicher nicht darum, dass wir TÄGLICH 12 Stunden und JEDE WOCHE 60 Stunden Arbeiten sollen!
    Es geht hier um die FLEXIBILISIERUNG!
    Die Flexibilisierung finde ich eine sehr gute Sache!
    Es soll möglich sein, BIS zu 12 Stunden zu arbeiten, wenn die Arbeit es erfordert!
    Derzeit sieht es nämlich so aus, dass man auch manchmal bis 12 Stunden arbeiten muss, weil die Arbeit es erfordert, ABER NUR 10 STUNDEN BEZAHLT BEKOMMT!
    Wenn diese flexible Arbeitszeit auf 12 Stunden ausgedehnt werden würde, bekäme man TATSÄCHLICH 12 Stunden bezahlt! Das wäre also wesentliche gerechter und vorteilhafter für den Arbeitnehmer als die bisherige Regelung!
    Ich bin also FÜR eine Ausdehnung der FLEXIBLEN ARBEITSZEIT auf 12 Stunden!

    Antworten
    • Petra von der Initiative "Wie soll Arbeit?" 17.05.2018 09:22:01
      Nicht die Lösung

      Wir können Ihren Wunsch nach flexibler Arbeitszeit verstehen, die Anhebung der Maximalarbeitszeit ist aber nicht die Lösung. Bereits jetzt ist es, im Rahmen der Kollektivvertragsverhandlungen, für jede Branche möglich, eigene Arbeitszeitvereinbarungen zu treffen. Allerdings haben die Gewerkschaften hier ein Mitspracherecht und achten darauf, dass es für die ArbeitnehmerInnen einen Ausgleich für die Mehrarbeit gibt – mehr Geld und/oder mehr Freizeit. Wird die Maximalarbeitszeit generell auf 12 Stunden erhöht, fallen viele Zuschläge für Mehrarbeit oder Überstunden für die ArbeitnehmerInnen weg. Auch wird es in vielen Unternehmen und Branchen nicht möglich sein, längere Freizeitblöcke einzuplanen, wie es zB bei Pflegekräften der Fall ist. Für PendlerInnen und AlleinerzieherInnen stellt ein 12-Stunden-Tag eine zusätzliche organisatorische Herausforderung und Belastung dar.
      Wir sind gegen eine generelle Erhöhung der Maximalarbeitszeit auf 12 Stunden, da wir ... weiterlesen

  7. Walter Irsigler 01.05.2018 09:03:50
    Arbeitszeiten

    Es sollte ein jeder Politiker, egal ob Gemeinderat bis zum Nationalrat, mindestens 10 Jahre hinter einer Drehbank oder als Fließbandarbeiter gearbeitet haben, bevor er überhaupt mitreden darf. Die wissen doch gar nicht um was hier geht. Nur dumme Sprüche klopfen kann auch ein 1 jähriges Kind.

    Antworten
  8. Sabine Siebenförcher 28.04.2018 08:25:16
    Arbeitszeit, Pensionsalter

    In viele Berufen ist es unmenschlich 60 Stunden zu arbeiten. Als Pflegeassistentin sind in meinem Alter schon 30 Std. ausreichend. Unsere "Jungen" arbeiten 40 Std. und jammern teilweise auch schon. Natürlich ist es von Tag zu Tag verschieden. Wenn nichts Aussergewöhnliches passiert, schaffen wir die Arbeit recht gut, haben aber leider meistens zu wenig Zeit um noch z.B. mit ihnen spazieren zu gehen oder sonstige zusätzliche Aktivitäten mit ihnen zu machen.
    Da unsere Arbeit, aber auch z. B. die Arbeit auf dem Bau, schwere körperliche Arbeit ist, glaube ich nicht, daß wir unsere Leistungen mit zunehmenden Alter noch fachgerecht ausüben können.
    Dies geht natürlich, in unserem Fall, auf Kosten der Bewohner. Deren Gesundheit und Sicherheit ist dadurch sicher gefährdet.
    Ich hoffe sehr, daß sie mit ihren Forderungen Erfolg haben!
    Mit freundlichen Grüßen
    Sabine Siebenförcher

    Antworten
  9. Roman 27.04.2018 14:04:25
    Total unnötige Panikmache

    Ich finde diese Kampagne absolut überflüssig und vor allem wird hier nur mit Halbwahrheiten gearbeitet. So wird uns Arbeitnehmern vermittelt, dass wir nur plötzlich jeden Tag 12 Stunden, an 5 Tagen die Woche arbeiten MÜSSEN. Außerdem suggeriert ihr, dass es für Überstunden künftig keine Zuschläge mehr geben soll. All das wurde so von unserer Regierung (deren Freund ich speziell nach dem Umgang mit den Sozialversicherungsträgern nicht bin) auch nur ansatzweise behauptet. Viel mehr wurde mehrfach klargestellt, dass die bestehenden Überstundenzuschläge nicht angegriffen werden uns selbstverständlich bei Überschreiten der täglichen/wöchtentlichen Normararbeitszeit in gewohnter Höhe fällig sind. Was die maximale tägliche Arbeitszeit betrifft finde ich die Anhebung auf 12 Stunden als längst überfällig. Warum darf denn ein Arzt deutlich mehr als 10 Stunden arbeiten und ich als Bürohengst muss nach 10 Stunden meinen Kuli fallen lassen und nach Hause gehen. Bei einer ... weiterlesen

    Antworten
    • Bianca 30.04.2018 20:22:18
      DANKE

      Vielen Dank, Sie nehmen mir die Worte aus dem Mund! Wollte sehr gerne mitmachen, weil ich mich seit dem Regierungswechsel sehr über die unprofessionelle Politik des AK Präsidenten geärgert habe. Leider kann man mit dieser vermeintlichen Umfrage in keiner Weise seine Meinung an die AK mitteilen.

    • Petra von der Initiative "Wie soll Arbeit?" 17.05.2018 09:47:58
      Wegfall von Zuschlägen und Verletzung Arbeitszeitgesetz

      Sie haben Recht: Schon jetzt kommen 12-Stunden-Arbeitstage in vielen Branchen regelmäßig vor. Das kann etwa bei erhöhtem Arbeitsbedarf, also in Zeiten von Auftragsspitzen, oder bei Tätigkeiten mit vielen Arbeitsbereitschaften oder bei Schichtarbeit der Fall sein. Diese Mehrarbeit ist aber stets an Gegenleistungen, Bedingungen und Schutzregelungen gebunden.
      Wovor wir warnen, ist die derzeit diskutierte Anhebung der Höchstarbeitszeit auf 12 Stunden am Tag und 60 Stunden pro Woche. Denn damit könnten diese Arbeitszeiten von Ausnahmefällen zur allgemeinen Normalität werden, ohne Zuschläge oder andere Formen des Ausgleichs.
      Laut Regierungsprogramm sollen außerdem die Melde-, Übermittlungs- und Auskunftspflichten an die Arbeitsinspektorate reduziert werden. Das könnte weniger Schutz vor Arbeitszeitverletzungen bedeuten. Betriebe müssten dann kaum mehr Konsequenzen fürchten, wenn sie Arbeitszeitregelungen verletzen. Unklar ist auch, ob Unternehmen künftig nur mehr ... weiterlesen

  10. Karin Buritz 15.04.2018 14:07:33
    Weniger Steuer für Arbeitsgeber

    Ich finde, die Arbeitsgeber soll weniger Steuer zahlen. Neue Selbständige, neue Gewerbe, neue Firmen sollen von der Staat mehr Unterstützung haben. Es wäre gut, wenn Firmen keine Angst haben, dass sie wegen großer Steuer Business verlieren können. Es wäre besser, dass die Firmen mehr Konkurrenz hätten, dann wird Arbeitsgeber selbst wichtig, dass seine Firma die beste Qualität hat. Um beste Qualität zu haben, wird Arbeitsgeber selbst motiviert seine Arbeitsnehme unterstützen, dass sie nicht übermüdet werden und sie können sich weiterbilden und etc.

    Antworten
    • Karin 15.04.2018 14:22:03
      Franchise

      Auch Franchising muss eine gute Hilfe bekommen. Je mehr Konkurrenz desto mehr schaut Arbeitsgeber auf Qualität! Arbeitsgeber muss denken, um seine Firma nicht zu verlieren,dass Mitarbeiter nicht übermüdet und gut ausgebildet sind. Und etc

    • Miriam von der Initiative "Wie soll arbeit?" 27.04.2018 10:51:24
      Qualität statt Lohndumping

      Viele neue Selbständige kämpfen, vor allem in den ersten Jahren, ums Überleben. Aber solange sie keinen Gewinn machen, zahlen sie ohnehin keine Einkommenssteuer. Grundsätzlich müssen aber ArbeitgeberInnen ihren fairen Beitrag zur Finanzierung unserer Kindergärten, Schulen, Spitäler, öffentlichen Verkehrsmittel usw. leisten, von denen sie ja auch profitieren. Derzeit werden diese öffentlichen Leistungen vor allem aus Beiträgen der ArbeitnehmerInnen und KonsumentInnen bezahlt.
      Es wäre wünschenswert, wenn alle ArbeitgeberInnen so denken würden wie Sie! Denn Sie haben Recht, qualitätsvolle Arbeitsplätze sind auch für die ArbeitgeberInnen gut. Leider versuchen auch manche, durch Lohn- und Sozialdumping zu gewinnen, wenn der Konkurrenzdruck steigt. Dagegen kämpft die Arbeiterkammer entschlossen an!
      Miriam von der Initiative „Wie soll Arbeit?“

  11. Peternel Mario 15.04.2018 09:28:29
    Arbeitszeiten

    Hallo
    Den 12 Stunden Tag 60 StD. die Woche gibt es in der realen Arbeitswelt schon lange und in vielen
    Berufen außer bei Beamten ,Landesbedienstete, Gemeindebedienstete ,halbstaatliche Organisationen .
    Hauptsächlich betroffen sind Arbeitnehmer im Dienstleistungsbereich, wie z.B. in der Gastronomie, Transportgewerbe (LKW Fahrer). Leider werden Arbeitszeiten und Einsatzzeiten in der Privatwirtschaft nicht kontrolliert.
    Zeitausgleich ist meist nicht möglich, weil die Firma ja weiter laufen muss. Ich kenne genug Firmen, die sich nicht an gesetzliche Arbeitszeiten und Überstundenregelungen halten.


    Antworten
    • Iris von "Wie soll Arbeit?" 23.04.2018 14:37:22
      Für faire Arbeitszeiten

      Lieber Herr Peternel,
      vielen Dank, dass Sie sich an „Wie soll Arbeit?“ beteiligen. Sie haben völlig Recht: In vielen Branchen kommen 12-Stunden-Arbeitstage bereits jetzt regelmäßig vor. Zulässig ist das aber nur, wenn die Mehrarbeit an Gegenleistungen, Bedingungen und Schutzregelungen gebunden ist. Wovor wir warnen, ist die derzeit diskutierte generelle Anhebung der Höchstarbeitszeit von 10 auf 12 Stunden am Tag und 60 Stunden pro Woche. Denn damit könnten diese Arbeitszeiten von Ausnahmefällen zur allgemeinen Normalität werden, ohne Zuschläge oder andere Formen des Ausgleichs.
      Wobei Sie (leider) auch Recht haben, ist, dass es häufig Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz gibt. In einem Fünftel aller Rechtsschutzfälle der AK Wien etwa wurden nicht ausbezahlte Überstundenentgelte nachgefordert. Daher fordern wir nicht nur eine „Registrierkasse für die Arbeitszeit“ (eine fälschungssichere, elektronische Arbeitszeiterfassung), sondern auch, dass die ... weiterlesen

  12. Karin Buritz 14.04.2018 13:59:38
    Karenz

    Wieso zahlt Karenzgeld nur die Staat (Kinderbetreuungsgeld)? Es wäre auch gut, dass das Geld für Karenz auch Arbeitsgeber zahlt! Zum Beispiel von 50% bis 65% von Lohn! In diesem Fall verlieren Frauen oder Männer, die im Karenz sind, Geld von Pension nicht! Karenz ist der selbe Entlassung von Arbeit wie Urlaub oder Krankenstand! Kinder in erste 3 Lebensjahren brauchen sehr stark ihren Eltern. Wissenschaftler haben schon beweisen, dass Kinder, die sehr früh in der Kinderkrippe gegangen, haben mehr psychologische Probleme als Kinder, die erste 3 Lebensjahren mit Mama oder Papa waren. Arbeitsgeber muss auch Karenzgeld zahlen (50 - 65% von Lohn). 50% Aufageben können andere Mitarbeitern nehmen und 50% kann Arbeitsgeber eine andere Person Teilzeit nehmen (nur für Karenzzeit). Wenn die Frau (der Mann) nach Karenzzeit nur Teilzeitarbeit haben möchte, dann kann diese andere Person fix bleiben. Frauen werden von Arbeitsgeber nicht benachteiligt, weil Männer auch in Karenz gehen können. ... weiterlesen

    Antworten
  13. PEDA 10.04.2018 22:38:27
    Für mich wären auch 14h ok

    Bei Reisen oder auf Montage wären auch 14h kein Problem. Da ist man eh nicht daheim und versauft sonst nur das Geld das man verdient sinnlos an einer Hotelbar.

    An die gerechte Umverteilbarkeit von Arbeit glaube ich nicht. Je mehr gearbeitet wird, desto mehr Arbeit entsteht. Je weniger gearbeitet wird, desto weniger Arbeit gibt es.

    Daher liebe Faulpelze in den Tintenburgen: Ärmel aufstricken - in die Hände spucken und das Bruttosozialprodukt erhöhen!
    Glaubt mir - man fühlt sich am Abend besser wenn man was geleistet hat :-)

    Antworten
    • Iris von "Wie soll Arbeit?" 23.04.2018 15:19:52
      Lange Arbeitszeiten: Negative Auswirkungen auf Gesundheit, Familienleben, Qualität der Arbeit

      Eine Vielzahl an Studien zeigt, dass lange Arbeitszeiten viele negative Folgen auf die Gesundheit haben und für die meisten Menschen mit einem normalen Leben nicht vereinbar sind. In vielen Berufen sind so lange Arbeitszeiten auch gar nicht vorstellbar, weil es (z.B. körperlich) ganz einfach nicht möglich ist, regelmäßig so lange zu arbeiten.
      Was sich darüber hinaus auch zeigt: Auch die Qualität der Arbeit leidet unter langen Arbeitszeiten, weil nach langer Arbeit ganz einfach mehr Fehler passieren – niemand kann sich 12 Stunden lang konzentrieren. Von kürzeren Arbeitstagen profitieren also nicht nur die ArbeitnehmerInnen (gesundheitlich und in Hinblick auf ihr Familienleben), sondern auch die Qualität der Arbeit und damit die Betriebe. Das ist wohl auch der Grund, warum einige Betriebe mittlerweile schon Modelle der Arbeitszeitverkürzung ausprobieren, ohne sich Verluste dadurch zu erwarten.

      Bei Interesse hier eine Studie der AK Wien mit weiteren Infos ... weiterlesen

  14. Rossegg Franz 08.04.2018 17:48:26
    Arbeitszeit

    Wir sollten weniger Wochenstunden arbeiten, damit alle (die meisten) eine Arbeit bekommen und nicht umgekehrt. Rossegg

    Antworten
  15. Walter Malfent 08.04.2018 10:24:55
    12 Std. Tag und 60 Std. Woche

    Hallo,
    WIR sollten doch endlich die Arbeitsuchenden in den Arbeitsprozess integrieren, die älteren MA dadurch entlasten und die ÜStd. würden wegfallen.
    Aber leider hatten sich viele bei der letzten Wahl blenden lassen und solche Projekte sind in weite Ferne gerückt.
    MfG Malfent

    Antworten
  16. David Schönmayr 05.04.2018 21:58:15
    Arbeit muss sich auszahlen - Schluss mit All-In und 12h Tag

    Wie soll man sich aktuell als junger, motivierter, gut ausgebildeter Mensch mit ehrlicher Leistung noch etwas aufbauen können, wenn die Arbeit nicht fair honoriert wird? Mit All-In und 12h-Tag schlittern wir Österreicher noch weiter runter, wo Leistung nicht belohnt wird. Dies bewirkt auch ein weiteres Auseinanderklaffen der Vermögensschere, da sich ohne Erbe kaum etwas aufbauen lässt. Der Wert der Arbeit muss wieder gesteigert werden, und das dringend! Erhöhung der Erbschafts- und Schenkungssteuer, Reduzierung der Besteuerung der Arbeit als langfristige Lösung.

    Antworten
    • Miriam von der Initiative "Wie soll arbeit?" 27.04.2018 10:52:54
      Vermögenssteuern

      Sie sprechen uns aus der Seele – vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Das stärkt uns in unserem Einsatz für eine Arbeitszeitverkürzung, einen fairen Beitrag der MillionärInnen, und gute Arbeit für alle!
      Miriam von der Initiative „Wie soll Arbeit?“

  17. Maderthoner Gerfried 05.04.2018 19:38:49
    Flexible Arbeitszeit

    Leider würde dieses Modell nur bei einer seriösen Firma funktionieren und diese sind selten geworden....zur Zeit sehe ich darin nur einen Rückschritt in die Leibeigenheit

    Antworten
  18. Herbst 05.04.2018 17:47:04
    Arbeitszeit

    Sehr geehrte Damen und Herren, ich kenne das Problem von früher als ich noch Vollzeit gearbeitet habe. Nachdem ich einige Stunden zur Arbeit zu einem Rechtsanwalt gependelt bin, war ich stets müde schon allein vom langen hin- und herfahren und um 4.30 Uhr aufstehen. Das war auch mit 20 Jahren schon eine Herausforderung.Eine Wohnung konnte ich mir mit dem Supergehalt damals nicht leisten. ich fordere für Pendler eine bessere Pausenregelung. Eine Gleitzeitregelung würde auch schon helfen nur geht das beim Anwalt leider nicht

    KEIN MENSCH AUCH DIE SCHICHTBETRIEBE BRÄUCHTEN EINE ARBEITSZEIT VON TEILWEISE 56 bis 60 Stunden auch wenn einem weiß gemacht wird, dass man die Maschinen nicht abstellen kann. Dann soll halt mehr Personal eingestellt werden. Wenn jemand laufend Überstunden macht, die bezahlt werden müssen und noch ein Zuschlag dazukommt, dann kann man genauso gut gleich eine Teil- oder Vollzeitkraft einstellen. Man sollte generell eine max. 40 ... weiterlesen

    Antworten
  19. Altacher Manfred 05.04.2018 11:58:56
    Arbeitszeiten

    Die Wochenarbeitszeit sllte bei 35 st liegen. Die moderne Arbeitswelt ist anders als in den 70gern .
    Viele Rundum Betriebe sprich Schichtdienst haben Teilzeit modelle für die Arbeiter

    Antworten
  20. exmitglied in spe 05.04.2018 09:09:32
    Heuchelei und Pseudowiderstand wie 2003! Nicht alle haben euren Verrat vergessen!

    Ja, so machen das die die Damen und Herren vom ÖGB: Ein paar Meinungsumfragen ins Netz stellen, dann wird eine Dampfablassaktion für die Mitglieder organisiert (nötigenfalls auch mehrere) um sie anschließend nach Hause zu schicken. Manchmal gibt es auch Großdemonstrationen (Pensionsreform 2003) und selten sogar Streiks (ÖBB 2003). Aber keine Angst liebe "Wirtschaft": Die Führung kontrolliert und beendet den Protest, bevor er wirkt!

    So sichern sie ihre Gehälter und Pensionen und das freut den angeblichen Gegner. So geht "Gewerkschaft"! So agieren Streikbrecher! Und so geht Geschichtklitterung:

    "Vor zehn Jahren standen alle Räder auf Österreichs Schienen still. Fast drei Tage lang im November fuhren keine Züge mehr, die Bahnhöfe waren menschenleer. Für die EisenbahnerInnen und ihre Gewerkschaft war es der größte Streik in der Zweiten Republik. Ein Jahrzehnt später zieht der jetzige ... weiterlesen

    Antworten
  21. Thomas 05.04.2018 08:40:18
    Ausbeutung pur !

    Naja das von Unternehmern und Wirtschaftskammer nicht mehr zu erwarten ist das schockiert mich nicht aber die Gewerkschaften und die Sozialpartner machen einfach viel zu wenig dagegen. Es braucht eine stärkere Gewerkschaft. Ich arbeite in der Hotellerie und bin einer der sich nicht alles gefallen lässt. Kürzlich gab es eine Dienstbesprechung und unsere Chefin sagte, dass Sie künftig keine Überstunden mehr zahlen möchte. Daher mache ich einfach keine mehr. Manche meiner Kollegen (vorallem weibliche) machen diese trotzdem (unbezahlt) weil Sie vermutlich Angst haben oder bei der Chefin schleimen wollen. Das Problem dabei ist aber dass von Seiten der Geschäftsführung folgende Aussage auf mich zu kam: andere machen es ja auch. Die Tourismusbranche soll ordentlichere Arbeitsbedingungen einführen und die Sache ist erledigt. Aber man greift lieber auf Osteuropäische Arbeitnehmer zurück die sich das gefallen lassen. bzw. vom billigen Lohn in Ungarn halbwegs gut leben können. Dann ... weiterlesen

    Antworten
  22. Stein Angela 05.04.2018 07:11:00
    60 Std. die Woche

    Des wäre ja ein totaler Rückschritt für alle, ich geh zwar in Pension aber das finde ich ist der falsche Weg!
    Mehr Krankenstände wären so vorprogramiert.
    Bitte kämpft dagegen!!!
    Mit lieben Grüßen
    Stein Angela

    Antworten
    • Miriam von der Initiative "Wie soll arbeit?" 27.04.2018 10:53:55
      Arbeitszeitverkürzung

      Wir kämpfen mit voller Kraft dagegen, und werden das auch weiterhin tun! Danke für Ihren Beitrag – gemeinsam schaffen wir das!
      Miriam von der Initiative „Wie soll Arbeit?“

  23. Christina 03.04.2018 05:09:20
    Koks, um konzentriert zu bleiben

    Auch ich arbeite in einem Unternehmen, wo 12-Stunden-Schichten die Norm und nicht die Ausnahme sind (jetzt schon ohne Sonderzahlungen). Da fühlt man sich wie in einem Hamsterrad: arbeiten – nach Hause fahren – Bad, bettfertig machen – schlafen – aufstehen – Bad, herrichten – essen – arbeiten ... Hat man zwei Tage frei, verschläft man den ersten, weil man so müde ist. Einige KollegInnen (sind leider gar nicht so wenige) greifen zu Koks u. Ä., um den Arbeitstag zu überstehen. Die meisten wechseln nach spätestens 2 Jahren deshalb auch den Job, auch weil sie entweder weg von den Drogen wollen oder nicht mit diesen anfangen wollen, um den Job weiterhin zu schaffen. Das kann´s doch nicht sein! Und dann leben sie von der Arbeitslosen oder von der Mindestsicherung. Also: Sich 2 Jahre auspowern lassen, um Geld zu verdienen, und dann 1 Jahr „Pause“, um wieder fit zu werden, so soll unsere Zukunft aussehen?!? Ich wünsche mir definitiv keine Zukunft, in der Angestellte ... weiterlesen

    Antworten
  24. Martin Dobretsberger 31.03.2018 09:32:44
    Die Mücke als Elefant

    Lassen wir die Kirche im Dorf! 12 Stunden sind in vielen Bereichen Realität. Im Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehren sind 12 Stunden die Regelarbeitszeit für einen Dienst. Spannend, dass hier die AK nicht einschreitet, denn gerade hier wäre doch die Konzentration und Qualität der Arbeit besonders erforderlich. Und dann noch im Krankenhaus: Ärzte, die 11 oder 12 Stunden lang operieren (!) - da wäre ich als Patient auch nicht glücklich, wenn diese nach 10 Stunden einfach das Besteck weglegen.
    Ein befreundeter Tischler hat eine 4 Tage-Woche eingeführt (10 Stunden pro Tag). Wenn da dann doch mal mehr Arbeit anfällt, dann bleiben die Mitarbeiter trotzdem lieber in diesen 4 Tagen länger (bis 12 Stunden) anstatt am Freitag extra in die Arbeit kommen zu müssen.
    12 Stunden pro Tag heißt ja nicht, dass man jeden (!) Tag 12 Stunden arbeiten muss - aber diese nutzen zu können ist öfter als man denkt auch im Sinne der Mitarbeiter. Denken wir mal darüber nach!

    Antworten
  25. Sabine Bauer 26.03.2018 16:34:30
    12 Stunden sind völlig verrückt

    Dauernd kommt eine neue Studie die zeigt: 12-Stunden-Tage machen die Menschen krank, sie haben mehr Unfälle - und sie machen mehr Fehler! Welches Unternehmen will, dass sich die Qualität der Arbeit drastisch verschlechtert? Gar nicht zu reden davon, wenn man Kinder hat. Das geht dann gar nix mehr. Völlig verrückt!

    Antworten
  26. Meinhard A 22.03.2018 07:53:54
    Arbeitszeit und All-In Verträge

    Werte Damen und Herren,

    ich finde es ja sehr gut dass sie sich mit dem Thema Arbeitszeit beschäftigen und den zugehörigen Rahmenbedingungen. Aber zu allererst muß etwas gegen die ausufernde All-In Vertragskultur unternommen werden. Es kann nicht angehen dass mittlerweile jeder zweite Arbeitnehmer, auch die mit schwachem Gehalt, nur mehr All-In angeboten bekommen.
    Die hebeln sämtlich Zeitgesetze aus und sind der Nährboden für Ausbeutung.










    Antworten
    • Sabine Bauer 26.03.2018 16:45:36
      absolut richtig!

      All in darf es echt nur mehr für Spitzenverdiener geben. Von mir aus nur solche, die 55% maximalen Steuersatz zahlen (oder zumindest 50%).

    • Petra von "Wie soll Arbeit?" 27.03.2018 11:23:20
      All-In-Verträge

      Auch wir sehen den Zuwachs der All-in-Verträge kritisch, werden sie doch schnell zur Mogelpackung für den/die ArbeitnehmerIn. Oft werden diese nämlich unerlaubterweise durch zahlreiche, nicht extra abgegoltene Überstunden in der Gesamtrechnung auf einen viel niedrigeren Stundensatz gedrückt, oft sogar unter den kollektivvertraglichen Mindestlohn.
      Unter https://www.arbeiterkammer.at/beratung/arbeitundrecht/Arbeitsvertaege/UnfaireKlauselninArbeitsvertraegen/All-in-Vertraege.html finden Sie im Detail alles wissenswerte rund um All-in-Verträge und Überstundenpauschalen.

  27. Koarl 16.03.2018 15:18:31
    Bis zu 12 Stunden am Tag hackln

    natürlich gerne - und was kommt als nächstes? 12 Stunden Normalarbeitszeit und bis zu 14 Stunden Höchstarbeitszeit.

    Gehts noch? Sicher ned mit mir!

    Antworten
  28. Koarl 16.03.2018 15:17:58
    Bis zu 12 Stunden am Tag hackln

    natürlich gerne - und was kommt als nächstes? 12 Stunden Normalarbeitszeit und bis zu 14 Stunden Höchstarbeitszeit.

    Gehts noch? Sicher ned mit mir!

    Antworten
  29. Herbert K 16.03.2018 14:02:24
    12 Stunden sind viel zu viel!!!

    Da bin ich voll dagegen!

    Antworten
  30. derKarlimeibua 16.03.2018 07:48:32
    Kontrolle

    die Arbeitszeit gehört überprüft- das ist das um & auf! Am besten mit Stempeluhren die man nicht manipulieren kann. Das gleiche System wie bei den Berufskraftfahrern beim Fahrtenschreiber. Mit Strafen für Arbeitnehmer und drakonischen Strafen für Arbeitgeber wenn einer Manipuliert!. Das ist nicht schwer oder kompliziert .... und die GKK/ Finanzamt muss das überprüfen!! Die Datensätze könnten leicht übermittelt werden. Das wäre eine Verbesserung für die AN!! Und natürlich Kontrolle vor Ort !!

    Antworten
    • Petra von "Wie soll Arbeit?" 27.03.2018 11:34:40
      Gefahr für Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes

      Sie haben Recht, die Überprüfung der Arbeitszeit ist wichtig um Manipulation zu verhindern.
      Genau diese Kontrolle soll laut Regierungsprogramm aber reduziert werden.
      Betriebe müssten dann kaum mehr Konsequenzen fürchten, wenn sie Arbeitszeitregelungen verletzen und die Strafen für die Unternehmen sollen auch geringer werden.
      Darin sehen wir für die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes eine große Gefahr.

  31. Erhard Mariacher 14.03.2018 18:59:26
    Arbeit im Alter

    Es soll die fixe Möglichkeit geschaffen werden, dass ältere Arbeitnehmer, auch wenn sie schon im Pensionsalter und gesund sind und das möchten, ihre beruflichen Erfahrungen weiterhin einbringen können,bei reduzierter Arbeitszeit.

    Antworten
  32. Helmut Ruß 13.03.2018 10:44:30
    Arbeitszeit

    Arbeitszeitverkürzung bei vollem Einkommensausgleich ist das Gebot der Stunde! Auch wenn wir es nicht von heute auf morgen umsetzen können, so gilt es, alles daran zu setzen dies zu realisieren. Parallel muss es darum gehen, den Beschäftigten größtmögliche Zeitautonomie mit genau definierten Rahmenbedingungen zu geben. Dies erfordert eine in vieler Hinsicht neue AZ-Gesetzgebung. Arbeitszeit hat in verschiedenen Lebensphasen unterschiedliche Bedeutungen und müssen diese daher entsprechend abgebildet sein - sowohl auf gesetzlicher als auch auf kollv Ebene. Sabbaticals, Altersteilzeit und dgl. mehr müssen am Ende des Tages als Rechtsanspruch verankert sein.

    Antworten
  33. maximilian 12.03.2018 11:31:59
    ehrlichkeit und arbeitszeitverkürzung

    Was mich schon sehr stört: die Sozialdemokratie (inkl. "ihren" Apparaten) hat wesentlich dazu beigetragen, dass wir den kritischen Blick auf Lohnarbeit verloren haben.

    Dass Arbeitszeit immer gestohlene Zeit ist, dass sie immer auf Zwang und Herrschaft beruht, sollte jeder Institution, die sich als Vertretung von Lohnarbeitenden versteht grundlegende Selbstverständlichkeit sein. Daraus folgt, dass mehr Selbstbestimmung und weniger Zwang eben weniger Lohnarbeit (per Person) bedeuten. (Denn Wünsche, länger oder nicht weniger arbeiten zu wollen sind letztlich nur Wünsche, nicht (noch) weniger Geld zur Verfügung zu haben)

    Es liegt in der Verantwortung dieser Institutionen und muss als ihre Pflicht angesehen werden, sich nicht nur darum zu bemühen, Verschlechterungen in puncto Arbeitszeit zu verhindern, sondern sich dafür einzusetzen, dass Arbeitszeit radikal verkürzt wird.


    Antworten
    • Petra von "Wie soll Arbeit?" 27.03.2018 11:38:20
      Gerechtere Arbeitsverteilung

      Du hast Recht, denn die ÖsterreicherInnen arbeiten viel.
      Im europäischen Vergleich liegen die österreichischen ArbeitnehmerInnen nämlich mit 41,5 Stunden pro Woche im absoluten Spitzenfeld. Nur in Großbritannien und Zypern arbeiten Vollzeitbeschäftigte mehr. Vollzeitkräfte wollen aber meist etwas weniger, Teilzeitkräfte oft etwas mehr arbeiten. Die AK setzt sich schon lange für eine gerechtere Arbeitszeitverteilung ein. Statt überlanger Arbeitszeiten und Teilzeitfalle braucht es eine gerechtere Verteilung der Arbeit: eine bessere Verteilung der Arbeit auf die Beschäftigten, die leichtere Erreichbarkeit der 6. Urlaubswoche bis hin zu einer generellen Arbeitszeitverkürzung.

  34. hubba 12.03.2018 08:43:47
    zensur?

    "Genau hinsehen, geduldig nachdenken und sich nicht dumm machen lassen." (Heinz Steinert)

    Antworten
  35. Reinhold 09.03.2018 09:02:41
    Arbeitszeit

    Ich finde die derzeitige Arbeitszeit als überaus flexibel genug. Auch in unserem Betrieb wird schon versprochen von zusätzlicher Arbeit für Winterdienst in der Nacht und an Wochenenden, jedoch ohne Abgeltung der Bereitschaft oder der Überstunden ("bezahlen können wir dafür natürlich nichts").

    Antworten
  36. Daniel 08.03.2018 08:33:28
    Arbeitszeit verkürzen

    Ja! es wäre an der Zeit. ich bin derselben Meinung wie Bubba. Es ist genug Arbeit für alle da. Und die, die arbeiten, haben ein Recht darauf, ordentlich behandelt und bezahlt zu werden.

    Antworten
  37. Bubba 08.03.2018 08:13:08
    Arbeitszeit endlich verkürzen!

    Wir als Arbeitende sind viel zu zaghaft, was unsere Forderungen und Gegenmaßnahmen anbelangt. Man darf daran erinnern, dass vor noch nicht all zu langer Zeit Lohnarbeit noch nicht für alle als Heilmittel und Lebenssinn anerkannt wurde, hingegen von Ausbeutung und Entfremdung durch Lohnarbeit gesprochen und über eine Welt ohne Lohnarbeitszwang nachgedacht wurde. Wie viele von uns arbeiten tagtäglich etliche Stunden in einem sinnlosen, aufreibenden, evtl. sogar massiv gesundheitsgefährenden und umweltbelastenden Job?
    Es braucht eine Diskussion über den Inhalt, die Qualität und die Sinnhaftigkeit von Arbeitsplätzen anstelle des auf Anzahl und Ausmaß reduzierten Diskurs.

    Es braucht endlich eine deutliche gesetzliche bzw. flächendeckende Arbeitszeitverkürzung (bei vollem Lohnausgleich). Um Arbeit gerecht zu verteilen und psychische Belastungen zu reduzieren, um mehr Zeit für sinnvolle Tätigkeiten (politisches, zivilgesellschaftliches Engagement, Pflege ... weiterlesen

    Antworten
  38. Peter Kellner 07.03.2018 07:58:04
    Arbeitszeit

    Seit 26 Jahren bin ich in einem Security Unternehmen beschäftigt. Erst seit 2 Jahren wurde die Arbeitszeit von 60 auf 48 Stunden Stufenweise gesenkt. Und das bei einem 12 Stunden Arbeitstag. Bis Dato hat das niemandem interessiert. Auch nicht als ich noch im Gastgewerbe tätig war. 60-80 Wochenstunden waren ganz normal. Jetzt plötzlich wird das Thema aufgegriffen und Panik verbreitet. Es gibt genug Berufssparten denen es gar nicht anders möglich ist anders zu arbeiten um die Aufträge Zeitgerecht zu erledigen. Am grünen Tisch ist das eine. Doch in der Realität ist das andere. Fazit: 12 Stunden Tage ( auch im Schichtbetrieb ) gibt es schon ewig. Was hat die AK und die Gewerkschaften plötzlich dazu bewogen wegen der Arbeitszeit so aktiv zu werden? Die letzten Wahlausgänge ? Schaut euch mal die Kollektivverträge mal genauer an. Auch das was zwischen Zeilen steht.

    Antworten
    • Sabine Bauer 26.03.2018 16:44:00
      Entscheidendes Wort: Eingeschränkt!

      Der Punkt ist, dass Kollektivverträge 12-Stundentage zulässig machen, aber für einen BEGRENZTEN Zeitraum. Und dort, wo so lange Arbeitszeiten an der Tagesordnung sind, fliehen die Menschen eh! Mit dem Verkürzung der Ruhezeiten im Gastgewerbe wird der Personalmangel dort noch viel schlimmer werden! Das ist genau die falsche Strategie.

    • Petra von "Wie soll Arbeit?" 27.03.2018 11:21:46
      Forderungen der Wirschaft

      Wir stimmen Ihnen zu, dass es bereits jetzt in vielen Branchen üblich ist in 12-Stunden-Schichten, am Wochenende und Nachts zu arbeiten (zB Pflegepersonal). Diese Zeiten sind jedoch im Normalfall vorausgeplant und besonders Wochenend- oder Nachtdienste werden mit Zuschlägen vergütet. Die Forderungen seitens der Wirtschaft beinhalten jedoch unter anderem länger Arbeiten auf Abruf, auch ganz kurzfristig und, dass Betriebe durch die geplante Reduzierung der Melde- und Auskunftspflichten kaum mehr Konsequenzen durch Verletzung der Arbeitszeitregelungen fürchten müssen.
      Verpflichtende 12-Stunden-Arbeitstage stellen zB für AlleinerzieherInnen eine große organisatorische Aufgabe dar und würden die Arbeitstage für PendlerInnen überlang werden lassen.
      Profitieren würde von den aktuellen Plänen lediglich die Wirtschaft, auf Kosten der ArbeitnehmerInnen.

  39. Andreas 06.03.2018 19:42:01
    Der 12-Stunden-Tag ist schon lange da

    Der 12-Stunden-Tag ist im Einzelhandel schon lange gelebte Praxis.
    Eingetragen wird zwar immer 10 Stunden, gearbeitet wird aber 12 Stunden oder mehr. Im Penny Markt zbsp. ist es so, dass man von 6:30 bis 20:30 arbeitet und am Vormittag hat man 30min Pause (eingetragen wird 2 Stunden) und am Nachmittag eine Pause von 30min (und wieder wird 2 Stunden eingetragen).

    Ob der 12-Stunden-Tag jetzt kommt oder nicht, für viele die im Einzelhandel arbeiten wird sich nicht viel ändern, da sie jetzt auch schon 12 Stunden täglich arbeiten.

    Viel wichtiger wäre es meiner Meinung nach alle Betriebe in Österreich zu zwingen, dass sie Stempelkarten einführen müssen, damit die Stunden genau erfasst und bezahlt werden und der Filialleiter die Stunden nicht manipulieren kann.

    Antworten
  40. Daniela Pokorny 06.03.2018 16:15:57
    12 Stunden Arbeitszeit

    Ich finde so wie es jetzt ist, ist es ausreichend. Man hat sonst keine Freizeit mehr nach 12 Stunden Arbeiten. Der Druck ist jetzt schon hoch genug. Ich spreche aus Erfahrung, hatte bereits mehrere Schlaganfälle. 2010 traute sich die Firma nicht mich zu kündigen (2 nachgewiesene), aber nach einer Operation am Nerv in der linken Hand, wurde ich im Krankenstand 2013 gekündigt.

    Antworten
  41. Klikowitsch 05.03.2018 07:01:15
    Arbeitszeit 12 Stunden

    Wenn mann 12 Stunden arbeiten soll am Tag dann fordere ich mindestens 8 Wochen Urlaub im Jahr das wäre gerecht

    Antworten
  42. Dorli 02.03.2018 11:20:17
    12h sind zu viel,

    Das ist gesundheitsgefährdend und familienfeindlich. Anstelle die 60h-Stunden-Woche zu fordern, soll die Regierung über eine Arbeitszeitverkürzung nachdenken.

    Antworten
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