Warum es wirksame Mietobergrenzen braucht

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Wohnen muss billiger werden. Bei privaten Wohnungen sind die Mieten in den letzten 10 Jahren dramatisch gestiegen:

In Zahlen

Wir haben den Mikrozensus der Statistik Austria für Österreich von 2008 bis 2016 analysiert. Das Ergebnis: Die privaten Hauptmietzinse von Neuvermietungen sind österreichweit um 35 Prozent in die Höhe gegangen. In Wien sind es sogar 43% mehr. Und: Zwei von drei neuen privaten Mietverträgen sind in Österreich befristet. Mehr dazu ….

Wer soll sich das leisten?

Diese steigenden Mieten stehen in keinem Verhältnis zur Inflation oder der Lohnentwicklung der ArbeitnehmerInnen. Bei vielen Menschen fressen daher die Wohnkosten einen großen Teil des Haushaltsbudgets. Gerade Junge können sich die eigenen vier Wände kaum leisten. Dramatisch ist auch der Anstieg bei befristeten Mietverträgen – denn bei jeder Vertragsverlängerung droht ein teurer Umzug oder ein höherer Mietzins.


Was tun, damit Wohnen billiger wird?


1. Mieten senken

Damit Wohnen wieder leistbar wird, braucht es wirksame Obergrenzen für Mieten. Lagezuschläge müssen außerdem ganz klar mit 25% des Richtwerts begrenzt werden. Ausgenommen von Mietpreisbegrenzungen sollen Wohnungen sein, die nicht älter als 30 Jahre sind und ohne Förderungsmittel errichtet wurden.


2. Klare Regeln

Damit sich wirklich alle MieterInnen auf Miet-Obergrenzen und andere Regeln über Rechte und Pflichten verlassen können, braucht es endlich ein möglichst einheitliches Mietrecht.


3. Befristungen streichen

Große Unsicherheit, alle paar Jahre wieder Wohnungssuche und teurer Umzug, das ist für MieterInnen nicht fair und nicht leistbar. Deshalb: Weg mit den befristeten Mietverhältnissen, außer bei Eigenbedarf der VermieterInnen für sich oder ihre Kinder.


4. Runter mit den Betriebskosten

Grundsteuer und Versicherung sind eigentlich Sache der VermieterInnen – und sollen deshalb aus dem Betriebskostenkatalog für MieterInnen gestrichen werden. 


5. Weg mit der Maklerprovision für MieterInnen:
Die Maklerprovision soll bezahlen, wer den Makler zuerst beauftragt – und das sind in den seltensten Fällen die MieterInnen.


6. Runter mit der Kaution

Es häufen sich die Fälle, in denen sich MieterInnen schon wegen horrenden Kautionen keinen Umzug mehr leisten können. Deshalb: Kautionen gesetzlich auf maximal 3 Monatsmieten begrenzen!


7. Klare Erhaltungsregeln

Die Erhaltungsregeln für VermieterInnen müssen für die gesamte Wohnausstattung gelten, nicht nur für die Heiztherme.


8. Mehr Wohnbau

Mehr neue geförderte Wohnungen, die langfristig leistbar bleiben.


Was ist Ihre Meinung?

Wie wirken sich die hohen Wohnkosten auf Ihr Leben aus? Welche Maßnahmen schlagen Sie vor, damit Wohnen wieder leistbar wird? Sagen Sie uns, was Sie von der Politik erwarten und was wir für Sie tun können!

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Ihr Kommentar

25 Kommentare
  1. AM 02.05.2018 11:57:17
    Wohnkosten senken!

    Das Problem mit den Explodierenden Wohnkosten ist ganzheitlich zu betrachten.
    1. wichtigster Schritt: Steuern senken für Einnahmen aus Miete oder Steuern ganz streichen.
    Weil: Wer Wohnraum zur Verfügung stellt und für die Instandhaltung sorgt, hat auch das Recht, 100% des Ertrages zu behalten.
    2. Obergrenze: 5€ pro Quadratmeter pro Monat Kaltmiete. Hinzu kommen ja noch die Betriebskosten und die Immobilien-Instandhaltungskosten (die der Vermieter zu tragen hat).

    Viele bewohnbare Immobilien stehen leer weil: zu teuer oder Vermieter will keine "Scherereien" oder Streichungen von Pensionsgeld/Arbeitslose/sonstige soz. Zuschüsse. Leerstehende Immobilien fallen dem Besitzer zur Last. Irgendwann verkauft er an einen Investor. Investor bietet nach Sanierung zu unerschwinglichem Preis plus zusätzlich Maklerprovision an.
    Wohnen muss sich für Mieter und privaten Vermieter auszahlen, für den Mieter erschwinglich und für den ... weiterlesen

    Antworten
  2. Julia 26.04.2018 10:11:04
    Alles verbauen?

    Ist immer noch mehr bauen eine langfristige Lösung? Irgendwann ist die Grenze erreicht. Es gibt Gegenden, die jetzt schon bis auf den letzten Zentimeter verbaut sind und bei denen alibihalber noch ein Mini-Kinderspielplatz freigelassen wurde (Göße ca 3-4 Autoabstellplätze). Gerade der gemeinnützige Wohnbau scheint hier kein nachhaltiges Konzept zu haben. Es wäre sinnvoll, die bestehende Wohnfläche denen günstig zur Verfügung zu stellen, die sie wirklich brauchen, als irgendwelche undurchsichtigen Förderungsmechanismen zu unterstützen, von denen vor allem die großen gemeinnützigen Bauträger profitieren.

    Wenn ich eine Wohnung hätte, würde ich sie nicht unbefristet vermieten. Ich habe genug Horrorgeschichten über Mietrückstände, kaputte oder verschwundene Einrichtung, verwüstete Räume etc. gehört. Große Immobiilenfirmen können sich gegen solche Vorkommnisse wahrscheinlich besser absichern als Private- mir wäre das Risiko jedenfalls zu hoch. Das ... weiterlesen

    Antworten
  3. Elisabeth Idehen 25.04.2018 17:53:45
    Menschen mit Behinderung

    Gerade die Menschen mit Behinderungen können sich nicht leisten. Befriste Miete abschaffen! Kaution bis maximal 4000€. Keine Makler-und Provisionkosten!!

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  4. Brichacek Rudolf 24.04.2018 12:59:04
    Wohnungskosten müssen sinken - aber wie

    Was die AK da fordert macht zum Großteil der soziale Wohnbau. Nur wird zu wenig gebaut. Nur Private würde zu solchen Bedingungen keine Wohnung vermieten. Ich habe eine solche Wohnung in Wien mit 42 m2 . Ich habe die nur einmal vermietet. Die Kosten für die Sanierung und die Scherereien waren enorm. So etwas rechnet sich nicht und würde ich nie nie nie mehr machen.
    Ich muss für die gesamte Instandhaltung der Wohnungen und des Hauses aufkommen. Das kostet. Da bleibt von der Miete nicht einmal mehr die Hälfte übrig. Der Rest muss zu Grenzsteuersätzen versteuert werden. So etwas ist ein Verlustgeschäft.

    Auch Vorsorgewohnungen rechnen sich nicht. Und Airbnb ist in den meisten Fällen illegal.

    In vielen gemeinnützigen Wohnungen wohnen Mieter die sich auch eine freifinanzierte Wohnung leisten können. Da sollte man zumindest die Mieten erhöhen.

    Mit den AK-Forderungen wird kaum jemand eine Wohnung vermieten !

    Antworten
  5. Horst 24.04.2018 07:34:00
    Mieten

    Einer der Probleme ist doch, dass Wohnungen immer mehr zum Spekulationsobjekt verkommen und unter anderem, nicht nur, auslaendische Investoren Wohnungen in Wien als Spekulationsobjekte betrachten. Dies führt zwar zu kiner Knappheit am Wohnungsmarkt aber zu steigenden Mietpreisen.
    Daher braucht es Beschraenkungen was Wohnraum als Anlageobjekt betrifft. Wer in Wien nicht Hauptgemeldet ist, soll auch keine Eigentumswohnung haben dürfen, bzw. man sollte die Anzahl von Eigentumswohnungen in Besitz von Privaten oder Firmen beschraenken. Klingt radikal, und ist natürlich utopisch, würde aber Druck von den Preisen nehmen.

    Antworten
    • Miriam von der Initiative "Wie soll arbeit?" 27.04.2018 10:47:24
      Lösung ist öffentlicher Wohnbau

      Sie haben völlig Recht, dass Wohnen immer beides ist: Grundbedürfnis auf der einen Seite, Anlageobjekt mit Gewinnorientierung auf der anderen. Die Arbeiterkammer will, dass ersteres schwerer wiegt und in der Wohnbaupolitik stärker berücksichtigt wird. Was das Macht-Ungleichgewicht zwischen MieterInnen und EigentümerInnen (egal welcher Nationalität) wirksam verschiebt, sind klare und wirksame Mietobergrenzen sowie ein starker öffentlicher Wohnbau. Radikale Beschränkungen der Besitzrechte, wie Sie sie vorschlagen, sind vermutlich anfällig für Umgehungen (schon jetzt werden für viele Objekte eigene Gesellschaften gegründet, die diese dann offiziell besitzen) und andererseits ein starker Eingriff in das Recht auf Eigentum – das müsste jedenfalls demokratisch legitimiert und nach reiflicher Abwägung geschehen. Ich finde es aber gut, dass Sie „utopisch“ denken, wie Sie schreiben. Gerade heute, wo das Wirtschaftssystem zunehmend an seine Grenzen stößt, ist es wichtig, ... weiterlesen

  6. Peda 10.04.2018 22:20:51
    Was ich mich noch gerade frage

    Was haben Mieten eigentlich mit ARBEIT zu tun

    Antworten
    • Kathi von der Initiative "Wie soll Arbeit?" 17.04.2018 10:55:42
      Wohnen muss leistbar sein

      Die Arbeiterkammer setzt sich für gute Arbeitsverhältnisse für ihre Mitglieder ein. Unserem gesetzlichen Auftrag entsprechend bemühen wir uns aber auch darum, dass unsere Mitglieder gut von ihrem Einkommen leben können. Ein ganz wichtiger Bereich sind hier die Wohnkosten. Die meisten arbeitenden Menschen müssen viel von ihrem Einkommen fürs Wohnen ausgeben – oft zu viel. Die Ausgaben für Wohnen müssen in einem vernünftigen Rahmen bleiben, sonst sinkt die Lebensqualität unserer Mitglieder. Deshalb schlagen wir zahlreiche praktikable Maßnahmen dafür vor, Wohnen billiger zu machen – im Interesse unserer Mitglieder.

  7. Peda 10.04.2018 22:14:48
    Obergrenzen verschärfen das Problem

    Die Investoren werden nur in neue Wohnungen und Renovierungen investieren wenn sich das lohnt. Das versteht jedes Kind. Obergrenzen führen dazu, dass weniger alte Wohnungen renoviert und weniger neue Wohnungen gebaut werden. Das führt zu noch weniger Angebot und die Situation wird noch prekärer. Schon jetzt gibt es ein massives Ungleichgewicht zwischen Altmietern, die um 300€ in einer 120m2 Altbauwohnung wohnen und jungen Familien, die 70m2 nicht unter 1000€ bekommen.
    Man könnte auch eine Solidarabgabe von denen verlangen die fast nichts für die Wohnung zahlen und es sich leisten können. Da braucht es dringend mehr Fairness. Daher alle Mieten frei - außer im geförderten Wohnbau.
    Die Gemeinden oder besser Länder sollen billigen Grund kaufen und umwidmen. Weiterverkauf dann auch billig mit zeitlich begrenztem Mietpreislimit oder Kaufpreislimit.
    Dann wird mehr gebaut - das Angebot steigt und die Mieten sinken. So schwer ist das eigentlich gar nicht. ... weiterlesen

    Antworten
    • Kathi von der Initiative "Wie soll Arbeit?" 17.04.2018 11:03:58
      Wirksame Mietobergrenzen

      Wohnen ist keine Ware wie jede andere. Denn Wohnen ist ein Grundbedürfnis, auf das man nicht einfach verzichten kann, wenn es zu teuer wird. Deshalb funktioniert angebotsorientierte Politik in diesem Bereich besonders schlecht. Mehr Angebot heißt nicht automatisch, dass die Preise fallen. Wenn es zugelassen wird, steigen die Preise einfach immer weiter nach oben, egal ob die breite Bevölkerung sie sich leisten kann oder nicht. Die privaten Hauptmietzinse von Neuvermietungen sind in den letzten zehn Jahren in die Höhe geschossen. Deshalb ist es keine Lösung, privaten Immobilien-InvestorInnen den roten Teppich auszurollen. Das macht nur diese reich und das Wohnen immer teurer. Um die galoppierenden Mieten im Zaum zu halten braucht es mehrere Werkzeuge. Dazu gehören wirksame Mietobergrenzen. Auch die Makler- und Betriebskosten müssen runter. Besonders wichtig ist auch der öffentliche Wohnbau, er muss ausgeweitet werden um dauerhaft leistbaren Wohnraum zu schaffen und zu erhalten.

  8. Zenger Renate 09.04.2018 08:07:58
    Wohnen - zu teuer - in den letzten 10 Jahren unbezahlbar ?

    Es ist Vieles in den letzten 10 Jahren teurer geworden, hätten Viele in der günstigen Immobilenzeit
    sparsamer gelebt, hätten diese Raunzer heute für sich und ihrer Familie - hauptsächlich für ihre Kinder, Enkeln (hauptsächlich studierende) eine günstigere Wohn-
    möglichkeit leisten können. Und warum sollen die, die damals sparsam gelebt haben und in kleinen Immobilien vernünftig
    investierten nicht heute ein bißchen Profit von ihrer Eigentumsimmobilie - in die meistens schon 2 Generationen investierten - haben ?
    Es gibt auch heute noch die Möglichkeit ihre Kinder - Enkeln durch sparsames Leben - finanziell
    zu unterstützen, so wie diese Nichtraunzer seinerzeit früher sparsam für die nächste Generation
    gelebt haben.
    Leider sehen diese Art die Leben heutzutage sehr wenige als Interessant !
    Raunzen und nur von Unterstützungen zu leben - ist das , daß wir heute fördern ?

    Antworten
    • Kathi von der Initiative "Wie soll Arbeit?" 17.04.2018 11:08:18
      Wohnen muss für alle leistbar sein

      Viele Menschen in Österreich arbeiten tagtäglich hart, trotzdem wird das Leben für sie immer teurer. Ein großer Teil unserer 3,7 Millionen Mitglieder kann so viel und fleißig arbeiten, wie er will – ihre Löhne sind einfach zu niedrig, um sich jemals Wohneigentum leisten zu können. Grund dafür sind auch steigende Immobilienpreise im Eigentums- wie Mietbereich. Sie können ihre Kinder und Enkel kaum unterstützen, weil immer weniger oder gar nichts in der Geldbörse übrig bleibt. Im Sinne der Fairness brauchen wir Regelungen um auch für zukünftigen Generationen leistbares Wohnen zu ermöglichen. Weil die meisten unserer Mitglieder ihr Leben lang mieten müssen, setzen wir uns für leistbare Mieten ein.
      Wir kämpfen aber nicht nur für MieterInnen. Wir setzen uns auch für die ein, die ein Eigenheim suchen und in Konkurrenz zu Anlegern, Investmentfonds, Banken und Versicherungen stehen die sich mit Immobilien zur Gewinnerzielung eindecken wollen und die Preise und ... weiterlesen

  9. Andreea 05.04.2018 23:42:53
    Obergrenze an objektwert knüpfen

    Ich glaube dass man Investor und Mieter, durch einen Kompromiss zufrieden stellen kann.
    Jede Immobilie hat einen vom Markt anerkannten Wert(natürlich abhängig vom aktuellen Zustand, Angebot, Lage, Ausstattung und Konjunktur etc)
    Rechnet man damit, dass man die Investition in 25-30 Jahren amortisiert, kann man den investionswert durch diese Zeit direkt an den Mieter weitergeben.
    Bsp: eine 100 m2 Dachterrassen Wohnung in guter Lage ist ca 500.000 € wert.
    Auf 25 Jahre gerechnet ergibt das 1,600 /monat

    Langfristig finde ich das fair. Wenn es niemanden gibt der Wohnraum schaffen will, dann bringt es den Mietern auch nichts.

    Antworten
    • m.klemmer 06.04.2018 18:31:37
      Bitte um eine sachlich korrekte AMORTISATIONSDAUER

      Das kann aber nicht ernst gemeint sein?! Ich habe kein Geld, borge mir von jemandem 500.000 € um die Wohnung zu kaufen; dann vermiete die Wohnung um monatlich 1600 netto, nach 26 Jahren hat mir der Mieter meine Wohnung "abbezahlt", und ich habe dann ein Vermögen, den Wohnungswert von (dann wahrscheinlich) 700.000,- netto, schuldenfrei???
      Im Steuerrecht kennen wir Abschreibungen von 67,5 Jahre. ...
      Und wenn man schon immer auf Lebensdauer von Gebäuden und Bauteilen hinweist, warum rechnet man 25 bis 30 Jahre? Dann kommen natürlich sehr hohe Beträge heraus, aber ist das sachlich gerechtfertigt?? nein! In Haus & Eigentum, der Zeitschrift für Haus Grund und Wohnungseigentum des Österreichischen Haus und Grundbesitzerverbandes (ÖHGB) im Juni 2017 findet sich eine sehr aufschlussreiche ausführliche Aufstellung über die Lebensdauer einzelner Bauteile, die „auf Erfahrungswerten aus der Praxis basieren“. Sie reicht bei konstruktiven Teilen bis zu 150 ... weiterlesen

    • Michael Schierer 13.04.2018 20:46:00
      Der Ansatz ist gut, die Rechnung verbesserungswürdig

      Natürlich muss sich Investment auch lohnen - sonst gibt es keinen Wohnbau mehr.
      Je mehr Belastungen der Eigentümer aufgebrummt bekommt, dest schlechter wird die Situation. Elektrobefund, neue Rauchfänge für Gas-Brennwertgeräte, Gasüberprüfungen, Wärmebedarfsberechnungen, andere Überprüfungen, die Haftung zur Gasthermenerneuerung und und und. Wenn dann noch ein paar Mieter einfach nicht bezahlen - und die Gerichte Jahre für die Delogierung brauchen, dann zahlt sich eine Investition in eine Mietwohnung einfach nicht mehr aus. Es kann sogar zum Minusgeschäft werden. Eine reine Hoffnung auf Spekulativen Gewinn durch Wertzuwachs.
      Das kann auch nicht sein!
      Die Politik muss die versteckten Kosten für Hausbesitzer wieder reduzieren, dann wird es auch günstige Mieten geben.

  10. T. Schiefer 05.04.2018 10:20:14
    Wohnkosten unterliegen dem Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage

    Wohnraum wird einerseits als Resource zum Wohnen nachgefragt und andererseits als Investment. Seit der Finanzkrise 2008/2009 sind Immobilien bei den Investoren (privat und institutionell) noch beliebter geworden, weil sie wenig Risiko und viel Wertsteigerung versprechen im Gegensatz zu anderen Anlageformen. Wenn ich heute in einem Ballungsraum eine Immobilie besitze, dann werde ich mit Sicherheit nur gewinnen können, auch wenn ich die Immobilie nicht vermiete. Allein der Werterhalt bzw. die Wertsteigerung rechtfertigen die Investition. Das Vermieten ist mit Aufwand und Abgaben verbunden und daher oftmals gar nicht interessant. Das führt allerdings dazu, dass immer mehr Immobilien in Ballungsräumen mit großer Nachfrage gar nicht mehr bewohnt sind. Wird irgendwo Wohnraum verkauft oder neu gebaut, dann wird er gerne nur als Investment erworben, ohne ihn zu vermieten. Das führt zu einer „künstlichen“ Wohnraumverknappung, welche wiederum die Hauptursache für die weit über der ... weiterlesen

    Antworten
  11. m. klemmer 28.03.2018 19:46:35
    wohnen auf zeit

    wir müssen mit Ablauf der Befrsitung schon wieder aus der Wohnung raus. außer wir zahlen gleich mal fast zweihundert Euro mehr als bisher, an den Hauseigentümer/eine Immofirma. Das ist eine Abzocke. Da reden die Politiker von Heimat und ihrem WErt, und die engste Heimat muss man alle 3 bis 5 Jahre verlassen. Schämen sollten sich die Freunde der Immobilienwirtschaft; der Kurz lässt sich von ihnen den Wahlkampf zahlen, und den Familienbonus darf ich gleich wieder den Spekulanten in den Rachen schieben. Schafft endlich die Befristungen ab; wenigstens bei den ImmobilenKonzernen, Banken und Versicherungsen als Vermieter!

    Antworten
    • René von der Initiative "Wie soll Arbeit?" 04.04.2018 11:21:20
      Befristungen endlich abschaffen!

      LiebeR M. Klemmer!
      Genau wegen Situationen wie Ihrer fordern wir seit jeher, die Befristungen endlich abzuschaffen. Denn Wohnen muss wieder leistbar und berechenbar werden! Nur wenn das Grundbedürfnis Wohnen ordentlich gedeckt ist und man sich keine Sorgen machen muss, wie man die Wohnung im Winter heizen wird oder wo man in einem halben Jahr wohnen wird, ist ein glückliches Leben möglich. Auch am Arbeitsplatz kann man nur unter dieser Voraussetzung konzentriert und ausgeruht sein.

      Leider sind von dieser Situation sehr viele Menschen in Österreich betroffen: von allen bestehenden privaten Mietverträgen ist annähernd die Hälfte (43,5%) befristet! Das Problem wird sogar noch schlimmer, denn wie die neue Mietenstudie der Arbeiterkammer zeigt, sind es unter den neu abgeschlossenen Mietverträgen bereits zwei von drei (68,3%).
      Es ist nicht einzusehen, dass Sie und hunderttausende andere Menschen alle paar Jahre zittern müssen, ob sie ihre Wohnung ... weiterlesen

  12. Ebru Özcan 26.03.2018 13:45:27
    Abzocke

    Die Mieten in Tirol sind extrem gestiegen! Wie soll man sich eine normale Wohnung leisten, wenn eine 50 m2 Wohnung schon 700 Euro kostet und in manchen Fällen sogar ohne Betriebskosten! Was ist der Unterschied zwischen Tirol und Kärnten? Wieso sind die Mieten in Kärnten billiger? Nur wegen Tourismus ist diese Abzocke? Mein Verlobter ist aus Kärnten deswegen weiß ich dass die Mieten in Kärnten günstiger sind. So verscheucht Tirol immer mehr Menschen weg. Wir sind auf der Suche nach einer Wohnung aber wir fragen uns ob das wirklich Sinn macht hälfte einer unseren Lohnes für Miete zu hergeben. Ich hoffe, dass Land Tirol dagegen was unternimmt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ebru Özcan aus Tirol

    Antworten
    • Christine, vom Team der Initiative "Wie soll Arbeit?" 05.04.2018 12:12:55
      Wohnen in Tirol muss billiger werden

      Liebe Frau Özcan,
      lieben Dank für ihren Beitrag. Sie haben völlig recht, Wohnen in Tirol wird zum Luxus. Wir thematisieren das schon seit Jahren. Wohnen ist ein Grundbedürfnis und ein Menschenrecht. Eine menschenwürdige Beschäftigung, von der man leben kann, sowie ein leistbares Dach über dem Kopf sind die Voraussetzungen für ein Leben in Würde. Es darf zu keiner Verknappungspolitik kommen, damit Tirol nicht noch stärker zum Spekulationsland für Grundstücke und Wohnungen wird. Für uns ist klar: Wir brauchen so rasch wie möglich eine Wohnbauoffensive. Familien in unserem Land müssen eine gute Zukunft haben. Es geht jetzt darum, für Nachhaltigkeit im Bereich Wohnen zu sorgen. Da das Problem sehr vielschichtig, ist, haben wir gemeinsam mit den Sozialpartnern zahlreiche Vorschläge erarbeitet und dieses Impulsprogramm für leistbares Wohnen dem Land Tirol unterbreitet. Wir hoffen, dass die neue Landesregierung diese Vorschläge aufnimmt, damit sich die Situation ... weiterlesen

  13. Gerald Reitsamer 25.03.2018 11:46:46
    Wohnen

    Das Politiker viel reden aber nichts sagen ist generell der Standard. Wenn die Miete bei vielen Menschen die Hälfte bis zwei Drittel des monatliche Einkommen verschlingt, kann doch etwas nicht stimmen.
    Das Wohnen ist ein Grundrecht. Also bitte liebe Entscheidungsträger endlich handeln und zwar im Sinne der arbeitenden Bevölkerung (die eure Gehälter finanziert), und nicht wie üblich für die Lobbyisten bzw. der Wirtschaft. Und solange kein Umdenken der Entscheidungsträger stattfindet, wird sich auch nichts ändern - ergo HANDELN jetzt !!!

    Antworten
    • René von der Initiative "Wie soll Arbeit?" 04.04.2018 12:44:08
      In der Wohnpolitik muss sich vieles ändern!

      Lieber Herr Reitsamer!
      Wie dringend ein Umdenken in der Österreichischen Wohnpolitik ist, haben unsere Wohn- und MietrechtsexpertInnen in einer aktuellen Studie erarbeitet.
      Für die fast 2 Mio Haushalte in der unteren Einkommenshälfte ist eine angemessene Wohnversorgung nur bei spürbaren Einschränkungen möglich. Den rund 965.500 (!) Haushalten mit den niedrigsten Einkommen ist eine angemessene Wohnversorgung bei diesen hohen Preisen fallweise gar nicht möglich. Daraus ergeben sich - neben den persönlichen Schicksalen, die so eine Situation mit sich bringt - auch massive gesellschaftliche und wirtschaftliche Probleme.
      Zusätzlich ist die stark steigende Anzahl von befristeten Mietverträgen ein immer größeres Problem (siehe Postings weiter oben). In den kommenden Jahren müssen österreichweit über 600.000 Menschen bangen, ob und mit welchen Mehrkosten sie ihren Mietvertrag verlängern können.
      Wenn Sie mehr dazu erfahren möchten, gibt es hier ... weiterlesen

  14. Singer Andreas 14.03.2018 14:41:05
    Wohnungsmiete

    Die Regierung müsste endlich gesetzlich eingreifen und eine verträgliche Höhe beschließen.
    Der ganze Lobbyismus gehört unterbunden.

    Antworten
  15. Schreivogl Anton 06.03.2018 15:12:20
    Miete

    Sie wollen die Grundsteuer und die Versicherung aus den Btk streichen.Gleichzeitig planen Sie die Grundsteuer kräftigt zu erhöhen,eben so bei der Feuerversicherung.Hier wirkt sich der Baukostenindex aus der um vielfaches mehr steigt als der Verbrauer-preisindex.Nu8n stelle ich auch eine Frage:mit welchem Geld soll ein altes Mietwohn-haus erhalten werden, wenn man die Kosten nich tüber die Mieten herein bekommt.
    Selbst Herr Sallmutter war über die Streichung der steuerlich versetzten Rücklagen-bildung nicht glücklich!!!.Eines vergessen Sie mit Geld kann man investieren und das schafft ARBEITSSPLÄTZE !!!

    Antworten
    • Walter, vom Team der Initiative 08.03.2018 16:08:31
      Die Mieten sind zu stark gestiegen

      danke für Ihre Nachricht und Ihre Kritikpunkte.
      Erstens: Ja, wir treten dafür ein, dass Grundsteuer und Versicherungskosten nicht über die Betriebskosten an die MieterInnen weitergegeben werden dürfen. Die Argumente dafür sind klar: Der Grund, auf dem das Haus steht, gehört dem Mieter bzw. der Mieterin nicht. Sie oder er haben nichts davon, wenn der Wert des Grunds steigt. Warum sollte er/sie die Steuer dafür bezahlen? Die Betriebskosten sollen das umfassen, was die MieterInnen tatsächlich selber verursachen, zB Wasser, Abwasser oder Müllentsorgung. Dasselbe gilt für die Versicherung: Die dient dem Erhalt der Immobilie. Daher soll der Eigentümer sie bezahlen, nicht der/die MieterIn als Betriebskosten.
      Zweitens: Sie fragen, wie ein altes Mietshaus erhalten werden könne, wenn die Kosten dafür nicht über die Mieten hereinkämen. Das ist eine rein hypothetische Frage. In der Realität passiert dergleichen nicht. Das zeigen vor allem zwei Argumente: Zum einen ... weiterlesen

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